Am 13. Juli 2021 erhielten wir die klimaaktiv Bronze Auszeichnung für die Wohnhausanlagen Reininghaus Quartier 7 - Q1A und Q2A in Graz

Lebendiger Nutzungsmix

Mitten in Graz entsteht mit Graz-Reininghaus ein neuer und zukunftsweisender Stadtteil. Auf 100 Hektar entstehen 19 unterschiedliche Quartiere mit einem lebendigen Nutzungsmix aus Wohnen und Arbeiten, eingebettet in ein durchdachtes Grünraumkonzept mit einer Vielzahl an Grünflächen und neuen Wegen der Mobilität. Im Quartier 7 entstehen mehrgeschossige Holzbauten - gruppiert zu vier Wohnhöfen - mit insgesamt über 200 geförderten Wohnungen, einem Kindergarten inklusive Kindergrippe sowie Büro- und Dienstleistungsflächen.
Die Architektur und die Grünraumgestaltung mit großzügigen Freiflächen schaffen für die künftigen Bewohner ein ruhiges und hochwertiges Wohnumfeld mit urbanem Akzent. Pro Wohnhof sind ca. 50 Wohnungen untergebracht, die sich in drei- bis sechsgeschossigen Baukörpern auf insgesamt 29.000m² verteilen. Nach einem offenen Architekturwettbewerb wurden als die beiden Erstgereihten die Architekturbüros Balloon Architekten und Hohensinn Architektur mit der Planung des Quartiers beauftragt.

Moderner Holzbau

Von Beginn an war klar, dass das Quartier 7 mit ökologischen Materialien und in ressourcenschonender und zukunftsweisender Bauweise geplant und errichtet werden soll. Holz vereint dabei einige sehr wesentliche Merkmale eines guten Baustoffes.
1. natürlicher und nachwachsender Rohstoff
2. regionaler Baustoff und schafft Wertschöpfung in der Region bei weniger Verkehr
3. beim Wachsen filtert der Baum CO2 aus der Atmosphäre und erzeugt Sauerstoff
4. raumakustische Eigenschaften
5. haptisch angenehmer Baustoff
6. besonders gute statische Fähigkeiten und besitzt einige Vorteile gegenüber Beton
7. sehr präziser Baustoff
8. hoher Vorfertigungsgrad
9. rasche und kurze Bauzeiten aufgrund exakter Planung/hoher Vorfertigung/Logistik

Quartier 7 - 100% Holz

Die dreigeschossigen Bauten sind in Holzriegelbauweise mit tragenden Brettsperrholz-Innenwände und -decken geplant und errichtet. Die vier-bis sechsgeschossigen Gebäude sind komplett in Brettsperrholz (CLT) ausgeführt. Die Gebäude des Teilquartiers Q7-Q2A weisen auch einen beinahe komplett hölzernen Stiegenkern auf. Die Wände des gesamten Hauses, sind komplett in Brettsperrholz gefertigt.
Ein erhöhter Planungsaufwand konnte durch die insgesamt vier hölzernen Erschließungskerne nicht festgestellt werden. Ein großer Vorteil war es jedoch, dass man die Stiegenhäuser gleichzeitig mit dem Holzbau und damit sehr viel schneller als ein Betonstiegenhaus errichten konnte.
Als Kompensationsmaßnahme gibt es eine Brandmeldeanlage und die Innenverkleidung der Auszugsschächte sind mit Feuerschutzplatten versehen. Zudem ist die Durchgängigkeit des Baumaterials bei präziser Planung auch kostenneutral.

Foto: APA-Fotoservice/Ferlin-Fiedler