Zentrale Rotes Kreuz

Facts Rot Kreuz Campus
Auftraggeber: Österreichisches Rotes Kreuz Steermark, Landesverband Steiermark
Wettbewerb 2020

Wettbewerb Zentrale Rotes Kreuz, Graz

Die neue Zentrale und Leitstelle des Roten Kreuz in Graz wird in einer zur Zeit unbebauten, lärmbelasten und künftig heterogenen Vorstadtumgebung errichtet. Um einerseits auch der bestehenden freien Situation und einer zukünftigen Entwicklung der Nachbarschaften zu entsprechen, wird eine robuste und städtebauliche eigenständige Anordnung der Bauvolumen und deren Ausformung gewählt.
Drei unterschiedliche Baukörper werden geplant: Das Büro- und Verwaltungsgebäude, Der Kindergarten und das Parkhaus.
Durch die freie Formgebung und die Situierung der drei Baukörper am Baufeld wird Zentrum, des ein großzügiger urbaner Platz zwischen den Gebäuden aufgespannt. Über diesen fließenden Platz wird das Ensembles und die neue Zentrale erschlossen. Gleichzeitig ist eine Durchsicht durch das Ensemble durch die Öffnungen des Platzes in die Umgebung möglich.
Das Bürogebäude der Zentrale wird als 3-geschossiges ringförmiges Gebäude konzipiert, in das im Zentrum ein großzügiger intensiv begrünter und offener Innenhof eingeschrieben ist. Der Kindergarten und die Kinderkrippe werden als eigenständiges, eingeschossiges Gebäude vorgeschlagen. Das oberirdische Parkhaus wird in seiner großen Kubatur als zweihüftige Splitlevel-Garage konzipiert, und wird vollständig mit einer intensiven Fassadenbegrünung eingegrünt.

Für die Gestaltung der neuen Zentrale gilt es nicht nur ein nachhaltiges und klimaaktives Gebäude zu planen, sondern auch den Menschen und ihre Gesundheit und Bedürfnissen in den Mittelpunkt zu stellen. Wir Europäer verbringen heutzutage 90% unseres Lebens im Innenraum. Dies ist nicht zuletzt ein Grund für viele Erkrankungen und dem Bedürfnis nach mehr Grün. Die neue Zentrale kühlt nicht nur seine Umgebung sondern kühlt sich mit der im Innenhof integrierten natürlichen Pflanzenklimaanlage nahezu selbst. Das intensiv begrünte Atrium moderiert aktiv das Mikroklima im Gebäude und versorgt die Mitarbeiter mit ausreichend Sauerstoff. Gleichzeitig wird das CO2 direkt von den Pflanzen verarbeitet und die Pflanzen kühlen die Umgebung durch Evapotranspiration.

Offene flexible Arbeitsbereiche, die durch Möblierung und Besprechungsräume, sowie diverse Einbauten zoniert werden, lassen eine Arbeitslandschaft entstehen, die sich in die Grünräume des Atriums erweitert. Eine Kombizone im Zentrum der Bürobereiche kann zusätzlich über mehrere Geschosse, Short-Cuts oder über Stiegen, Verbindungen schaffen oder als mehrgeschossige Grünräume im Innern inszeniert werden. Das Gebäude wird als moderner Holzbau konzipiert und geplant. Der Baustoff vereint als ökologischer Baustoff viele unschlagbare Vorteile in sich: natürlich, nachwachsend, haptisch angenehm, Raumakustik, regionale Wertschöpfung, Vorfertigung, kurze Bauzeit, Präzision. Ziel ist es, sich im Innenraum so viel Holzoberflächen wie möglich auch sichtbar zu lassen und die Vorteile des Baustoffs für das Raumklima für die Büroräume nutzen zu können. Deshalb werden abgehängte Decken bzw. Verkleidungen auf ein Minimum reduziert.