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projekt: ferienanlage dajla

Tourismus

Eine Analyse des Tourismusmarktes zeigte uns, dass herkömmlicher Tourismus in den Mittelmeerländern (und weltweit) neben den positiven wirtschaftlichen Effekten massive negative und meist irreversible Folgen für die Natur und Landschaft, die gewachsenen sozialen Strukturen und Lebensweisen, die Ver- und Entsorgungssituation, die Verkehrsituation, für Siedlungsstrukturen und traditionelle Architektur und somit letztendlich auch für den Erholungswert der Zielgebiete hat. Ziel ist es daher, einen nachhaltigen, umwelt- und sozialverträglichen Tourismus umzusetzen!

Istrien bietet unvergleichbare Lebensweisen, Landschaften, Kulinarien und Architekturen, die sich in ihrer Einzigartigkeit und Romantik mit denen der Toskana und der Provence vergleichen lassen.

Die Ferienanlage soll zu einem Stück Istrien werden!

Sanfter Tourismus | Ökotourismus | Integration

Strukturen

Der Ort Dajla soll sich durch die konzipierten Bereiche bewusst weiterentwickeln. Um Harmonie, also einen städtebaulichen Dialog der bestehenden Ortssubstanz mit den neuen Teilen herzustellen, nehmen wir im Bewusstsein traditioneller Typologien die charakteristischen Strukturen auf.

Hotelkozeption

Das Hotel am Meer wird als Pavillonstruktur gedacht, die aus 3 Gebäudeteilen besteht, die ihrerseits auf einer aus dem Gelände gefalteten Landschaftsplattform ruhen. Durch die Struktur bieten wir 3 Innenhöfe mit unterschiedlichem Charakter: Gärten, Pflanzen, Wasserbecken, Sitzlauben, Terrassen etc. In einem der Höfe wird auch der Restaurantgarten untergebracht, der bei Wind etc. einen geschützten Freiraum bietet. Um die Innenhöfe sind nach außen orientiert die Zimmer und Appartements angeordnet.

Appartements

Ausgehend vom Typus des traditionellen istrisch-mediterranen Wohnhauses interpretieren und verknüpfen wir die Fragmente, Sockel (Steinmauer), Innenhof, Terrasse, Aufgang und Wohnvolumen neu. Die Appartements werden teilweise in 2 Ebenen gestapelt, wobei max. 40% der Einheiten in der oberen Ebene zum Liegen kommen. Das System entspricht der Faltung aus der Landschaft, das auch beim Hotel am Meer und Wellness-Gebäude vorgeschlagen wird. Jeder Wohnung ist ein großzügiger intimer Garten zugeordnet, der mit Terrassen, Pergolen, Außenküchen und in der gehobenen Kategorie auch mit privaten Pools ausgestattet ist, und einen Rückzug auch im Freien ermöglicht. Zusätzlich wird bei einigen Appartements ein Innenhof angeboten, der ebenfalls nicht einsehbar intime Rückzugsmöglichkeiten bietet. Es wird versucht, eine hohe Vielfalt an unterschiedlichsten Appartements anzubieten (Identifikation, Lebendigkeit), die immer wieder unterschiedliche Außenbereiche um sich gruppieren und somit niemals monoton werden. 82% aller Appartements sind durch die Ausnützung der Topografie behindertengerecht erreichbar. Es wird vorgeschlagen, auch im Appartementbereich ein „full-service“ anzubieten.

Wettbewerb / Mitarbeit: Josef Hohensinn, Karlheinz Boiger, Sonja Frühwirth, Alexander Nussbaumer, Reinfrid Horn, Gernot Angerer / 2003–2004